Metaverse – Mit AR ins Paralleluniversum

DIE MENSCHHEIT BETRITT EIN NEUES UNIVERSUM – DAS METAVERSUM. FACEBOOK GRÜNDER MARK ZUCKERBERG KÜNDIGTE AN, DASS FACEBOOK ZUM METAVERSE-UNTERNEHMEN WIRD.

Als der US-amerikanische Schriftsteller Neal Stephenson im Jahr 1992 sein Buch „Snow Crash“ veröffentlichte, ahnte er nicht, was er damit auslöste. Es war ein Blick in die Zukunft und eine Andeutung dessen, was knapp 30 Jahre später Realität werden könnte. Die Menschheit betritt ein neues Universum.

Die Endzeit-Welt in Stephensons Roman ist hoch technologisiert, der Globus wird beherrscht von großen Konzernen. Aus der tristen Realität entfliehen die Menschen ins Metaverse, in dem ihre Avatare in einer Art Parallelwelt leben. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat diese Vorstellung wohl beeindruckt. Er kündigte nun an, dass sich Facebook in den kommenden fünf Jahren zum Metaverse-Unternehmen wandeln soll. Doch was genau hat es damit auf sich?

Nicht zuletzt die Corona-Pandemie könnte die Idee dieses neuen Universums in den Köpfen der großen Tech-Gründer weiter befeuert haben. In Zeiten von Social Distancing und Home-Office scheint der Gedanke verlockend, mit einem Avatar im Metaverse zum Meeting zu gehen oder gemeinsam mit Freunden einen netten Abend zu verbringen. Für Zuckerberg ist es die Fortsetzung des mobilen Internets. Mehrere Größen in der Branche arbeiten gerade an ihren Konzepten für das Metaversum.

Das Überall-Büro kommt

Der Nutzer werden also von bloßen Betrachtern einer am Computer geschaffenen Welt zu einem Teil dieser. Wichtige Technologien dafür sind Augmented Reality (AR) und Virutal Reality (VR). Aber nicht nur über Datenbrillen sollen die Menschen künftig ins Metaverse vordringen können. Der Zugang soll auch über den PC, Smartphones, Tablets oder auch Spielkonsolen funktionieren. Aus vielen einzelnen Spiel- und Erlebniswelten wird ein verzweigter Kosmos.

Experten prophezeien Wirtschaftsunternehmen in diesem Universum neue Möglichkeiten. Virtuelle Einkaufspassagen, in denen Menschen einkaufen und die Waren dann auch in der wirklichen Welt erhalten. Messen oder Tagungen, auf denen sich Avatare treffen während die wirklichen Personen zu Hause bleiben. Rockkonzerte und lange Partynächte mit den virtuellen Kopien berühmter Musiker und DJs. Urlaub in entfernten Gegenden der Erde, ohne dass das heimische Sofa verlassen werden müsste.

Gerade für Firmen sieht der Facebook-Gründer aber noch weitere Vorteile im Metaverse. Vielleicht ist in Zukunft gar kein realer Arbeitsplatz mehr notwendig. Mit Hilfe von AR-Anwendungen und VR-Tools wäre eine digitale Version dessen immer und überall abrufbar. ersetzen oder vor Ort erweitern. Mit dem sogenannten Infinite Office probiert Facebook das Büro der Zukunft gerade aus.

Sicherheit muss diskutiert werden

Eine Herausforderung auf dem Weg zum Metaverse ist die Technik. Noch sind VR- und AR-Brillen schwer und alles andere als modisch, als dass sie viele Nutzer bequem und oft tragen könnten. Auch am Problem der Motion Sickness, der VR-Übelkeit, die User immer wieder übermannt, arbeitet die Forschung aktuell. Neue technische Möglichkeiten könnten den Effekt in Zukunft deutlich ausbremsen.

Eine wichtige Frage muss in den kommenden Jahren aber ebenfalls geklärt werden: Wie kann das Metaversum sicher funktionieren? Schon heute legen Hackerangriffe aktuelle Strukturen des Internets immer wieder lahm. Beim Aufbau des neuen virtuellen Universums müssen die beteiligten Akteure also dringend auch darüber sprechen, wie die Reise dorthin für alle datensicher klappen kann und wie ein krimineller Missbrauch dieser technischen Möglichkeiten verhindert wird.

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